02.09.2013, von Gerlinde Partl

Helfen fühlt sich gut an

Das Technische Hilfswerk informiert in einer Ausstellung über sich und seine Arbeit

THW-Ausstellung eröffnet: (von links) Stephan Biedermann, Verbandsrat Zweckverband für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierung Schweinfurt, Elke Mierzwa, die die Ausstellung konzipierte, Landrat Habermann, Martin Koller, stellvertretender Ortsvorsitzender Mellrichstadt, und Curd Mohr, Geschäftsführer THW-Geschäftsführerbereich Bamberg (hinten rechts) feierten gemeinsam mit THWlern (vorne) die Ausstellung.

„Es gibt kein schöneres Amt als das Ehrenamt. Es macht stolz und es kommt dabei sehr viel rüber.“ Das stellte Curd W. Mohr, Geschäftsführer des Technischen Hilfswerks Bamberg im Namen des gesamten bundesdeutschen Verbandes fest. Anlass war die Eröffnung einer Ausstellung des THW im Foyer des Landratsamts in Bad Neustadt. Sie dauert noch bis Ende des Monats.

 

So zugebaut hat bisher noch niemand unser Foyer, stellte Landrat Thomas Habermann angesichts der Vielzahl der Ausstellungsstücke schmunzelnd fest. Er freute sich, neben Firmen und Unternehmen einer gemeinnützigen Einrichtung eine Plattform zur Präsentation bieten zu können.

 

Anwesend waren neben Polizei, BRK, Malteser und Feuerwehr auch eine Reihe von Bürgermeistern der Region und weiteren politischen Vertretern im Landkreis. Habermann dankte allen Haupt- und Ehrenamtlichen, die sich in einer dieser Organisationen für die Gesellschaft einsetzen. Er könne nur jedem Jugendlichen anraten, sich auch einzubringen. Nebenbei werde Kameradschaft sehr groß geschrieben bei ehrenamtlichen Einsätzen, versicherte er.

 

Organisiert hatte die umfangreiche sehr anschauliche Ausstellung Elke Mierzwa vom Technischen Hilfswerk (THW) mit Hauptsitz für den gesamten Landkreis Rhön-Grabfeld in Mellrichstadt. Martin Koller begrüßte als stellvertretender Ortsbeauftragter für seinen Chef Egon Gutgesell sprechend zahlreiche Menschen.

 

Das THW habe nicht nur jüngeren sondern auch älteren Interessenten viel zu bieten, denn hier schätze man Erfahrung und im Alltag angesammelte vielfältige Kompetenzen. „Hilfe ist nicht selbstverständlich“, so Koller. Darum sei er sehr dankbar für jegliches Engagement.

 

Wichtig sei aber auch, so Curd W. Mohr, nicht nur alleine Gutes zu tun wie edel und lobenswert das auch sei, sondern auch darüber zu sprechen und die Öffentlichkeit zu informieren.

 

Das THW in Mellrichstadt ist seit April 1954 ein wichtiger Pfeiler des Rettungswesens und Katastrophenschutzes im Landkreis Rhön-Grabfeld. Engagiert und sehr gut ausgebildet wirken die Mitglieder bei Hilfseinsätzen unterschiedlichster Art und an verschiedenen Orten mit.

 

Leider verschont der demographische Wandel auch das THW nicht, so Koller. Bereits jetzt seien schon, wenngleich erst leicht spürbar, rückläufige Mitgliederzahlen zu verzeichnen. Unter anderem seien Auswirkungen seit Aussetzung der Wehrpflicht zu konstatieren. Zwar funktioniere der Ortsverband Mellrichstadt nach wie vor sehr gut und auch die Einsatzfähigkeit sei gesichert, wie jüngste Hilfseinsätze in Hochwassergebieten aufzeigen, dennoch werbe man deutlich für weitere Helfer.

 

Der Ortsverband Mellrichstadt hat derzeit rund 50 aktive Helfer, darunter 15 Jugendliche. Die Ausstellung im Foyer des Landratsamtes möchte die Werbetrommel rühren und über die Aufgaben, Ausbildung und Einsätze beim Technischen Hilfswerk informieren. Im THW können junge Menschen vieles lernen, was man auch sonst im täglichen Leben brauchen kann. „Wir leben von der beruflichen Vielfalt unserer Helfer, die im Ortsverband Hand in Hand zusammen arbeiten.“ So ist beispielsweise der richtige Umgang mit professionellen Werkzeugen und Maschinen zum Bearbeiten von unterschiedlichen Materialien wie Holz, Metall, Stein und Beton ein Teil der gemeinsamen Ausbildung.

 

Auch der Erwerb von Führerscheinen zum Führen der tonnenschweren Spezialwerkzeuge, Unimogs und Kranen ist möglich, was sogar finanziell durch das THW gefördert wird. „Eine gute Ausbildung ist beim THW Standard und Grundlage für einen erfolgreichen Einsatz.“ Menschen in der Not zu helfen, könne zwar anstrengend sein, aber es fühle sich hinterher gut an, versicherte Koller.

 

Helfer werden kann man bei Eintritt der Volljährigkeit oder ab zehn Jahren mit Eintritt in eine Jugendgruppe. Es braucht neben technischem Verständnis und körperlicher Belastbarkeit natürlich Interesse am Helfen für Menschen in Not sowie Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit.

 

Nähere Informationen gibt es beim THW-Ortsverband Mellrichstadt, Wiesentalgraben 4, telefonisch unter 09776/8364 oder im Internet unter www.thw-mellrichstadt.de, E-Mail: ov-mellrichstadt(at)thw.de.


  • THW-Ausstellung eröffnet: (von links) Stephan Biedermann, Verbandsrat Zweckverband für Rettungsdienst- und Feuerwehralarmierung Schweinfurt, Elke Mierzwa, die die Ausstellung konzipierte, Landrat Habermann, Martin Koller, stellvertretender Ortsvorsitzender Mellrichstadt, und Curd Mohr, Geschäftsführer THW-Geschäftsführerbereich Bamberg (hinten rechts) feierten gemeinsam mit THWlern (vorne) die Ausstellung.

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