07.07.2022, von THW Leitung

Forschungsprojekt um Seenotrettungs-Drohne

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt „LARUS-PRO“ entwickelt die Seenotrettungs-Drohne für den landgebundenen Rettungsdienst und Katastrophenschutz weiter. Als fester Partner war das THW in diesem Monat bei der Präsentation der neuesten Ergebnisse in Bad Neustadt dabei.

Ein Schildaufsteller mit einem Drohnensymbol und dem Schriftzug „Drohne im Einsatz“ steht im Vordergrund. Im Hintergrund bespricht sich eine Gruppe aus THW, Polizei, DRK und weiteren Personen. Das THW ist Teil eines großes Projektteams, das gemeinsam an der Optimierung des Katastrophenschutzes arbeitet.

Das THW Mellrichstadt unterstützte mit dem Fachzug Führung und Kommunikation ein Forschungsprojekt bei dem auch das THW beteiligt ist. 

Seit Januar 2021 läuft das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt, das Rettungsdienst und Katastrophenschutz voranbringen soll. Bereits im Vorprojekt „Lageunterstützung bei Seenotrettungseinsätzen durch unbemannte Luftfahrtsysteme (LARUS)“ konnte bewiesen werden, dass sich ein unbemanntes Flugsystems für automatisierte Einsätze in der Seenotrettung eignet.

Nun soll „LARUS-PRO“ das System in einem nächsten Schritt weiterentwickeln, sodass es in der Zukunft auch für verschiedene Szenarien auf dem Land und Einsätze im landgebundenen Rettungsdienst und Katastrophenschutz genutzt werden kann. Die weiterentwickelten Drohnen sollen effektiv unterstützen, vermisste Personen an Land zu finden, die Lage bei Waldbränden zu erkunden, aber auch bei Störfällen oder Naturkatastrophen wie Hochwasser Leben zu retten.


Halbzeit


Die neuesten Entwicklungen von „LARUS-PRO“ wurden bei einer Halbzeitveranstaltung des Projektes im Juli 2022 in Bad Neustadt präsentiert. Als Projektpartner war das THW mit vor Ort und stellte seine eigene LARUS-Drohne vor. Die Projektmitglieder hatten für die unterschiedlichen Nutzlasten ein modulares System festgelegt. Zur Präsentation hat sich das THW für einen Orthofotosensor sowie ein Fotosensor-Gimbal als Nutzlast entschieden. Dabei zielt der Orthofotosensor auf die Bedürfnisse des THW, die sich im Hochwassereinsatz 2021 gezeigt haben.


Beendet wurde die Veranstaltung mit einem Demonstrations-Flug der LARUS-PRO Drohne in einem Szenario des BRK rund um die Rettung einer verletzten Person in einem Steinbruch abgeschlossen.


Endspurt


In der zweiten Hälfte der Projektlaufzeit wird es weiter darum gehen, das System in die einsatztechnischen und taktischen Abläufe des Rettungsdienstes und Katastrophenschutzes zu integrieren sowie technisch anzupassen und zu optimieren. Dazu gehört, dass ein modulares Konzept für unterschiedliche Nutzlasten realisiert werden soll. Für eine ganzjährige und ortsunabhängige Einsatzfähigkeit muss das Fluggerät unter anderem allwettertauglich gemacht werden. Darüber hinaus soll die bisherige maximale Flugzeit verdoppelt werden. Bislang hat das Projekt die Flugzeit 
bereits auf ca. 7 Stunden angehoben. Da das System außerhalb des Sichtbereichs des Drohnenpiloten und mit ca. 120km/h geflogen wird, arbeitet das Projekt außerdem an einem automatischen Kollisionsvermeidungssystem. Dadurch soll die volle Integration in den Luftraum gewährleistet werden.


Teamwork


Das „LARUS-PRO“-Projekt vereint ein Konsortium bestehend aus der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), dem Bayrischen Roten Kreuz (BRK), der technischen Universität Dortmund (TUDO), der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH Aachen), dem Drohnenhersteller Hanseatic Aviation Solutions GmbH und dem THW mit der Integration einer Starrflügel-Drohne in Einsätze des Katastrophenschutzes.


Durch das Projekt erhält der land- und seeseitige Rettungsdienst sowie der Katastrophenschutz ein innovatives und vielfältig nutzbares Einsatzmittel, das unabhängig von Szenario, Tageszeit, Wetter und Ort ganzjährig zur Verfügung steht. Projektende ist für Juni 2023 geplant.

 

 


  • Ein Schildaufsteller mit einem Drohnensymbol und dem Schriftzug „Drohne im Einsatz“ steht im Vordergrund. Im Hintergrund bespricht sich eine Gruppe aus THW, Polizei, DRK und weiteren Personen. Das THW ist Teil eines großes Projektteams, das gemeinsam an der Optimierung des Katastrophenschutzes arbeitet.

  • Das THW ist Teil eines großes Projektteams, das gemeinsam an der Optimierung des Katastrophenschutzes arbeitet.

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