01.09.2019, von Kesselring Regina

Busunfall auf der A 71

Am 01.09.19 kam es auf der A71 an der Landesgrenze zwischen Thüringen und Bayern zu einem Verkehrsunfall mit einem Reisebus.

Auch in diesem Jahr besuchten wir das Hoffest des Malteser Hilfsdienstes in Mellrichstadt.

Gegen 15:20 Uhr wurden unsere Fachberater von dort zu einem Verkehrsunfall mit einem Reisebus auf die A71 kurz hinter der Abfahrt Mellrichstadt gerufen.Dort war ein Reisebus, aus bislang ungeklärter Ursache, nach rechts über die Leitplanke von der Fahrbahn abgekommen.

Der Bus blieb auf der rechten Seite am Ende eines steilen Hangs liegen. Im Bus befand sich eine Reisegruppe mit Menschen mit Behinderung, die auf der Rückfahrt von einem Urlaubsausflug waren. Insgesamt befanden sich 22 Personen im Unfallfahrzeug.An der Einsatzstelle angekommen ging es vorrangig erst einmal um die Betreuung und die Versorgung der Verletzten. Zwei unserer Helfer unterstützten den Rettungsdienst bei der Verletztenversorgung tatkräftig.

Die Verletzten wurden nach Art und Grad der Verletzung in verschiedene Zelte gebracht und dort behandelt. Zeitgleich wurden die ersten Betroffenen schon auf umliegende Krankenhäuser verteilt.

Nach der Versorgung der Verletzten war die Bergung des Reisebusses der zweite und zeitintensivere Einsatzschwerpunkt. Hierzu wurde ein Abschleppunternehmen beauftragt, welches mit mehreren Fahrzeugen die Bergung und den Abtransport des Busses vornahm.

Zur Unterstützung wurde unser Technischer Zug alarmiert, um die Bergungsmaßnahmen durch ausreichende Beleuchtung zu ermöglichen und die Bergung zu unterstützen.

Im Einsatz waren unser Zugtruppbus, der Mehrzweckkraftwagen (MzKW) und der Gerätekraftwagen 1 (GKW 1) mit dem Lichtmast-Anhänger. Außerdem noch zwei Powermoon´s und diverse Stative mit Strahlern.

Durch das Abschleppunternehmen wurden zwei Autokräne und ein Bergefahrzeug in Position gebracht. Während die beiden Kräne den Bus stabilisierten, wurde er mit Hilfe der Seilwinde des Bergefahrzeugs aufgerichtet. Nachdem der Bus wieder auf den Rädern stand, wurden von uns Gepäckstücke durch eine Behelfstreppe aus Steckleiterteilen den steilen Hang hinaufgebracht.

Der finale Bergungsschritt war den Bus wieder auf die Fahrbahn zu heben. Hierfür wurde der Bus an den Achsen mit Hilfe einer Traverse an den Kränen angeschlagen. Durch zeitgleiches langsames Anheben wurde der Bus vorsichtig über die Leitplanke zurück auf die Fahrbahn gestellt. Der Bus wurde durch das Abschleppunternehmen fahrtüchtig gemacht, so dass er abgeschleppt werden konnte.

Wir beendeten unseren Einsatz nach Herstellen der Einsatzbereitschaft gegen 01:30 Uhr mit einem gemeinsamen Essen im Ortsverband.


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