FüKomKW

Der Führungs- und Kommunikationskraftwagen und der Führungs- und Lageanhänger bilden das Kernstück der FGr FK und sind die Einsatzfahrzeuge des Führungs- und Kommunikationstrupps. Das Gespann ist so konzipiert, dass es zweckmäßige und ausreichende Arbeits- und Kommunikationsmittel zum Betrieb einer Führungsstelle mit oder ohne Stab von der „kleinen Lage“ bis zur „Großschadenlage“ bietet.

Dabei wurde die Forderung nach ausreichendem Arbeitsraum für die Führungsstelle einerseits und betriebssicheren Telekommunikationsmitteln andererseits durch Trennung beider Komponenten erreicht. Der FüKomKW ist Träger der aus technischen Gründen zwingend festinstallierten Telekommunikationstechnik, er ist Arbeitsraum für das Fernmeldebetriebspersonal und Geräteträger für die Ausstattung des FüKomTr.

Im Einsatz steht dem THW nicht viel Raum zur Verfügung. Damit der Führungsstab nicht im Regen stehen muss, ist er mit einer mobilen Führungsstelle, dem Führungs- und Kommunikationskraftwagen (FüKomKW), ausgestattet.

Von Außen sieht der Führungs- und Kommunikationskraftwagen wie ein normaler LKW aus. Es handelt sich um einen isolierten Kofferaufbau, der in einen Geräte- und einen Betriebsraum unterteilt ist. Zwölf Tonnen Gewicht werden von einem Heckantrieb bewegt. Im Führerhaus finden das Bedienteil für Blaulicht und Sondersignale sowie eine Sprechanlage Platz. Auch auf dem Dach des Aufbaus wird kein Raum verschenkt. Neben einer Umfeldbeleuchtung und unterschiedlichen Funkantennen ist ein pneumatischer Schiebemast angebaut. Dieser erreicht eine Höhe von bis zu sechs Metern und kann am Einsatzort einen eigenständigen Funkbereich gewährleisten. Neben der Verständigung über Funk können auch per Telefon und Internet Informationen versandt werden. Der Betriebsraum dient dem Funk- und Fernmeldepersonal als Arbeitsplatz und ist mit modernsten Kommunikationsgeräten ausgestattet.

Um für jede Jahreszeit gerüstet zu sein, verfügt der FüKomKW sowohl über eine Klimaanlage als auch eine Standheizung. Ein Wetterschutz am Eingang verhindert, dass Wind und Regen in den Arbeitsraum gelangen. Im Betriebsraum befindet sich die Funk- und Fernmeldezentrale, wo im Einsatz alle Meldungen und Nachrichten zusammenlaufen. Im hinteren Teil des FüKomKW liegt der Geräteraum, in dem der Großteil der technischen Ausstattung eingebaut ist.

Der Mellrichstädter FüKomKW gehört der dritten Serie dieser Fahrzeuge an. Hierbei handelt es sich um einen 12 Tonnen Fahrgestell, wobei mehrere Änderungen/Optimierungen umgesetzt wurden.

Einzelne Verwendungsmöglichkeiten:

  • Arbeitsraum für die Fernmeldezentrale (sechs Arbeitsplätze)
  • Transportfahrzeug für die Fachdienstausstattung des FüKomTr
  • Personaltransport (1 + 2) für den FüKomTr
  • Zugfahrzeug für den Führungs- und Lageanhänger


Funkrufname
Heros Mellrichstadt 16/12
FahrzeugtypMAN TGL 12.250 4x2 BL
Leistung184 kW / 250 PS
Höchstgeschwindigkeit100 km/h
Länge8.302 mm
Breite2.505 mm
Höhe3.470 mm
Leergewicht8.230 kg
zul. Gesamtgewicht12.000 kg
Tag der Erstzulassung31.10.2013
Sitzplätze1 + 2
Anhängelast ungebremst  1.500 kg
Anhängelast gebremst                                       15.000 kg
Besonderheiten
Standheizung
elektrische Fensterheber
luftgefederte Sitze (Fahrer und Beifahrer)    

Sitzheizung (Fahrer und Beifahrer)

Industrie Telefonanlage (DeTeWe Open Com)
Gigabit-LAN
Stromerzeuger 13 KVA
4 Digitale Fahrzeugfunkgeräte
Der FüKomKW mit FüLa
Der aufgebaute FüKomKW
FüKomKW mit aufgebauten Funkmast
Aufgebaute Führungsstelle
Telefonanlage OpenCom 1010
beschaltete Telefonanlage OpenCom 1010
Blick in den Technikschrank