01.07.2018, von Jürgen Hofmann

Glück im Unglück - Unfall mit "Rhön-Zügle" in Ostheim v.d.Rhön

Umfangreiche Bergungsmaßnahmen nach Bahnunfall.

Am Sonntag Nachmittag den 01.07.2018 ereignete sich gegen 13:50 Uhr an einem Bahnübergang an der Bahnlinie Mellrichstadt - Fladungen in Ostheim v.d.Rhön ein schwerer Unfall, zu dem der Fachberater des THW alarmiert wurde.

Eine Traktorfahrerin übersah an einem Bahnübergang den herannahenden Zug der Museumsbahn, der von Mellrichstadt in Richtung Fladungen unterwegs war und überfuhr den Bahnübergang. Trotz Vollbremsung, des mit 75 Personen besetzten Zuges, wurde der mit Heuballen beladene Anhänger von der Lok erfasst, von der Zugmaschine abgerissen und ca. 100m vor der Lok mitgeschleift. Die Dampflok und ein weiterer Wagen entgleisten dabei, die Ladung des Anhängers wurde verteilt und Teile der Ladung entzündete sich sofort.


Der Lokführer, sein Praktikant sowie die Fahrerin des Traktors wurden leicht verletzt und vom Rettungsdienst versorgt und ins Krankenhaus eingeliefert. Die 75 Fahrgäste wurden vom Rettungsdienst in einem nahegelegenen Biergarten versorgt und betreut, bevor diese dann zusammen mit dem THW und der Feuerwehr mit MTW´s zurück nach Fladungen gebracht wurden.


Die Feuerwehren aus Ostheim, Nordheim, Mellrichstadt und Stockheim hatten den Brand schnell unter Kontrolle. Der Kessel der Lok wurde durch die Feuerwehr langsam und vorsichtig gekühlt, um eine Explosion des Kessels zu verhindern.


Der Technische Zug des THW Mellrichstadt wurde nach Rücksprache mit dem Notfallmanager kurze Zeit nach dem Unfall alarmiert um die Bergungsarbeiten des Zuges zu übernehmen.


An der Einsatzstelle angekommen wurde damit begonnen die in sich verkeilten Wagen zu trennen. Hierzu mussten mehrere Teile der Wägen von den THW´lern demontiert und gesichert werden bevor der 2. Wagen mit der Seilwinde des GKW´s zurück gezogen werden konnte.

Nach der Demontage einiger Teile des 1. Wagens konnte dieser von der Lok getrennt und mit Hilfe eines Kranes wieder eingegleist werden. Neben der Unfallstelle wurde zeitgleich von einer Mellrichstädter Baufirma ein Kranplatz mit Schotter hergerichtet, um zwei Autokräne neben der verunfallten Lok aufstellen zu können. Die Lok wurde für das Anheben vorbereitet und dann von den 2 Autokränen zusammen angehoben und wieder aufgegleist. Hierzu war extra ein Aufgleisleiter aus Aschaffenburg an die Einsatzstelle gekommen.


Nach dem Aufgleisen aller Wägen und der Lok mussten noch einige verzogene Stahlschwellen mit dem Brennschneidgerät mittig getrennt werden um die Schiene wieder provisorisch befahrbar zu machen. Die Arbeiten an der Einsatzstelle zogen sich bis kurz vor 22 Uhr hin.


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